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Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan

Dr. iur. Beate Sibylle Pfeil

Luis Thomas Prader

Univ.-Prof. Dr. Paul Videsott

Dr. Davide Zaffi


Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan, geb. 1938 in Bozen/Südtirol. Eidgenössische Matura 1957 in Sarnen, Kanton Obwalden (CH), Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Fribourg /CH und Innsbruck /A. Habilitation in politischer Soziologie in Innsbruck 1971, Ernennung zum tit.ao.Univ.-Prof. 1980. Hochschullehrer an den Universitäten Innsbruck (1971-2000) und Salzburg (1974-79).

Leiter des Südtiroler Volksgruppen-Instituts in Bozen/Südtirol (1961-2013). Grundlagenforschung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage Südtirols. Beratung von Mitgliedern der Südtiroler Landesregierung zur regionalpolitischen Entwicklung Südtirols in wirtschaftlich-sozialer Hinsicht. Koordinierung der Südtiroler Sozialpartner-Kommission 1980-1995. 

Diverse ehrenamtliche Aktivitäten im Aufbau des Sozial-, Bildungs- und Kulturbereichs in Südtirol im Übergang von der Ersten zur Zweiten Südtirolautonomie.

Mitwirkung bei internationalen NGOs: International Progress Organization (IPO) in Wien; Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), deren Präsident 1994-1996; Society for the Enhancement of National Communities in Europe (SENCE) in Zürich (Ehrenpräsident 2004). Als Minderheitenexperte im Beratungseinsatz in über 30 Staaten Europas (seit 1990 rd. 250 Vorträge) sowie bei UNO, OSZE, Europarat, Europaparlament.

Wissenschaftliche Schwerpunkte: Demokratie-, Konflikt- und Volksgruppenforschung. Zahlreiche Publikationen insbesondere aus ethnospezifischer Sicht zu regionalen und überregionalen Konflikten.  Zusammen mit Felix Ermacora Hauptautor des Bozner Konventionsentwurfs für den Volksgruppenschutz in Europa. Gemeinsam mit Beate Sibylle Pfeil Autor des Handbuchs der europäischen Volksgruppen Bd.1 „Die Volksgruppen in Europa“ (2000) und Bd.2 „Minderheitenrechte in Europa“ (2002 und 20062) sowie Mitherausgeber von Bd.3 „Zur Entstehung des modernen Minderheitenschutzes in Europa“ (2006). Mitherausgeber der Ethnos-Schriftenreihe (1992-2006) und der Fachzeitschriften

·  Europa Ethnica, Wien /A (1996-2006),

·   Altera, Târgu Mureş/ Marosvásárhely /Neumarkt am Mieresch, RO;

·  Europäisches Journal für Minderheitenfragen (Wien-New York).

 

Auszeichnungen:

·  Bethlen Gabor-Preis (1995),

·  Minderheitenpreis der Republik Ungarn (1995),

·  Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich (2004),

·  Europäischer Karls-Preis SL (2004),

·  Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn (2010).




Dr. iur. Beate Sibylle Pfeil, geb. 1967 in Stuttgart. Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg, 1993 Erstes Juristisches Staatsexamen. 1995 Zweites Juristisches Staatsexamen in Freiburg i.Br. (Ass.iur., d.h. Befähigung zum Richteramt nach deutschem Recht). 2002 Promotion an der Universität Innsbruck mit einer Arbeit zum vergleichenden Minderheitenrecht in Europa.

Seit 1996 Mitarbeiterin, seit 1999 stellvertretende wissenschaftliche Leiterin des Südtiroler Volksgruppen-Instituts. Beratung von internationalen NGOs. Seit 2004 Permanent Invitee zu den Sitzungen der Intergruppe für traditionelle Minderheiten, nationale Gemeinschaften und Sprachen im Europäischen Parlament, seit 2004 Vorstandsmitglied der Society for the Enhancement of National Communities in Europe (SENCE) mit Sitz in Zürich.


Forschungsschwerpunkte: individuelle und kollektive Minderheitenrechte, Minderheiten-Terminologie, Minderheitensprachen, staats-, völker- und europarechtliche Entwicklungen im Volksgruppenrecht. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Vorträge in vielen Staaten Europas. Gemeinsam mit Christoph Pan Autorin des Handbuchs der europäischen Volksgruppen Bd.1 „Die Volksgruppen in Europa“ (2000) und von Bd.2 „Minderheitenrechte in Europa“ (2002 und 20062) sowie Mitherausgeberin von Bd.3 „Zur Entstehung des modernen Minderheitenschutzes in Europa“ (2006).

Von 2002 bis 2007 Schriftleiterin von Europa Ethnica (Braumüller Verlag Wien). Seit 2008 Schriftleiterin des Europäischen Journals für Minderheitenfragen EJM (zunächst Springer Verlag Wien/New York, seit 2012 Verlag Österreich Wien).



 

Luis Thomas Prader, geb. 1937 in Brixen/Südtirol. Ausbildung zum Grundschullehrer und als solcher tätig an der deutschen Grundschule in Aldein/Südtirol von 1957 bis 1975. Ab 1976 Direktor in den Schulbezirken von Bruneck, Leifers und Auer/Südtirol. 1982 als Angehöriger der deutschen Schulen Südtirols in den Nationalen Schulrat am Unterrichtsministerium in Rom gewählt zusammen mit je einem eigenen Minderheitenvertreter aus Aosta und aus den slowenischen Schulen in Friaul.

Mitarbeit beim Europäischen Büro für weniger verbreitete Sprachen (EBLUL) und Vizepräsident des gesamtstaatlichen Minderheitenkomitees in Italien (CONFEMILI). 2002 Mitbegründer des „Einheitskomitees der historischen deutschen Sprachinseln in Italien“ und von Beginn an Sekretär dieser Arbeitsgemeinschaft. Kuratoriumsmitglied beim Internationalen Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus (INTEREG) München. Seit 2005 als Vertreter der deutschen Sprachinseln Mitglied im Vorstand des Südtiroler Volksgruppen-Instituts.

Veröffentlichungen und Vorträge zur Sprachinselthematik im In-und Ausland.

Auszeichnung: Verdienstkreuz des Landes Tirol um Verdienste für Schule und Sprachinselforschung

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. Paul Videsott, geb. 1971 in Bruneck/Südtirol, Angehöriger der ladinischen Minderheit in Südtirol (Al Plan de Mareo/St. Vigil in Enneberg).

Studium der Romanistik und der Politikwissenschaft sowie der Germanistik, Geschichte und Geographie in Innsbruck und Eichstätt; 1999 Promotion und 2004 Habilitation an der Universität Innsbruck (Venia: Romanische Philologie). Assistent und Lehrbeauftragter an den Universitäten Trient, München und Salzburg; 2005-2006 Schrödinger-Stipendiat an der École Nationale des Chartes in Paris; seit 2006 Professor für Romanische Philologie/Ladinistik an der Freien Universität Bozen; 2012 Gastprofessor am Forschungszentrum Analyse et Traitement Informatique de la Langue Française (ATILF)/Université de Lorraine in Nancy; 2013 Forschungssemester am Département des littératures de langue française, Université de Montréal, Canada. Seit Oktober 2013 wissenschaftlicher Leiter des Südtiroler Volksgruppen-Instituts.

Wissenschaftliche Schwerpunkte: Historische Sprachwissenschaft des Italienischen, Französischen und Rätoromanischen; Skriptaforschung; Corpuslinguistik, alpine Dialektologie und Toponomastik.

Ausführliche Homepage (Seite der Freien Universität Bozen):

https://www.unibz.it/en/education/people/viewstaffpdf.customhandler?personid=24


 

Dr. Davide Zaffi, geb. in Ravenna. Studium der Politikwissenschaft (Universität Urbino) und der Fremdsprachen (Universität Venedig). Absolvent des post-universitären Lehrgangs für Geschichtsunterricht an der Central European University (Budapest). Stipendiat des Budapester Európa Intézet und anschließend des Trentiner Deutsch-Italienischen Geschichtsinstituts.

Ab 1994 tätig bei der Abteilung für internationale Beziehungen der Autonomen Region Trentino-Südtirol. Von 1996 bis 2002 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Minderheiten der Arbeitsgemeinschaft Alpen Adria. Von 1999 bis 2012 Mitarbeiter als Experte (esperto della materia) des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Venedig.

Wissenschaftliche Schwerpunkte: Geschichte Mittel- und Osteuropas; Minderheitenfrage; inter-ethnische Beziehungen.

Autor bzw. Herausgeber von Publikationen in verschiedenen Sprachen mit Bezug auf die gennanten Themenkreise.